Für eine Wohlfühlgemeinde

Unsere Kandidaten für den Stadtrat der Großgemeinde Dietfurt


Unsere Dietfurter Kandidaten für den Kreisrat Neumarkt Liste 2


Wir zeigen was wir wollen und belegen es mit Fakten! Mit Einbindung der Bürger in Entscheidungen der Gemeinde, bevor abgestimmt wird!

„… unglücklicherweise gibt es zu viele Menschen,

die nur einfache Lügen hören wollen

statt die komplizierte Wahrheit“

Fintan O’Toole, irischer Autor zum Brexit


Bündnis 90/Die Grünen nominieren Angeliki Gleixner als Bürgermeisterkandidatin und stellen Stadtratsliste vor

„Wir werden keinen Frieden geben“

Artikel Donaukurier (UKE) Dezember 2019

Zum ersten Mal in der Geschichte der Sieben-Täler-Stadt gibt es eine Bürgermeisterkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen.

Zum ersten Mal tritt die Partei mit einer eigenen Liste an und zum ersten Mal haben sich am Dienstagabend vier der sechs Mitglieder des vor einem Jahr neu gegründeten Ortsverbands mit weiteren Interessierten zu einer Aufstellungsversammlung getroffen. „Eigentlich sind es ja zwei Versammlungen“, meinte Tim Walter, der gerade eben erst zum Vorsitzenden des Kreisverbands gewählt worden war. Denn außer der Nominierung von Angeliki Gleixner zur Bürgermeisterkandidatin wurde auch die Liste für die Kommunalwahlen abgesegnet.

Für den 25-jährigen Neumarkter Walter, der die Versammlungen leitete, war dies ebenfalls eine Premiere. Umso wichtiger war der Leitfaden zur Abwicklung, um keine formellen Fehler zu machen. Walter eingerechnet hatten sich 13 Frauen und Männer zur Aufstellungsversammlung eingefunden.

Kreisrat Markus Reischl, der Vize-Vorsitzende des Dietfurter Ortsverbands, schlug Gleixner offiziell als Bürgermeisterkandidatin vor. Die stellte sich kurz vor. Sie lebe seit zehn Jahren in Dietfurt, sei 57 Jahre alt und als Psychologin freiberuflich tätig. Als Aufgabenfelder nannte sie die Arbeit mit Sucht- und Drogenabhängigen im Auftrag der Jugendämter. Daneben habe sie in Dietfurt eine Praxis für Paar- und Psychotherapie. Sie habe lange im Ausland gelebt, erzählte Gleixner, in Amerika, Großbritannien und Italien. Die Musik sei ihr großes Hobby, sie spiele 22 Instrumente. „Es wird immer schrecklicher“, beschrieb sie ihr Bild von Dietfurt. Überall würden Hallen gebaut wie die „unselige Baywa-Halle“. Ihr jüngstes Projekt sei das Bürgerbegehren gegen den Neubau der Edeka gewesen. Zwar sei es ihr nicht gelungen, ihn zu verhindern, doch als „Riesenerfolg“ sei zu werten, dass die Entscheidung öffentlich von den Bürgern getroffen worden sei und nicht in nicht öffentlicher Sitzung. Auf besagtem Grundstück in „Dietfurt-Ost“ hätte sie sich ein Wohngebiet vorstellen können mit einer Lärmwand. Hinter der hätte man problemlos Betreutes Wohnen realisieren können, einen Spielplatz, kurz gesagt ein Gebiet, in dem sich Jung und Alt wohlfühlen. Vieles müsse in Dietfurt anders werden, damit die Stadt wieder lebenswert werde für ihre Bewohner, so Gleixner. Die Autos müssten aus der Altstadt raus, die Verkehrsführung geändert werden. Ein Laden, in dem nur regionale Produkte angeboten werden, schwebte ihr ebenso vor wie der Austausch des Pflasters. „Wir werden keinen Frieden geben“, fasste sie zusammen. Ihre Nominierung erfolgte erwartungsgemäß einstimmig.

Nach einer kurzen Pause, die zum Gespräch genutzt wurde, begann die Vorstellung der Kandidaten. Sie erfolgte geheim, nacheinander wanderten vier Zettel in einen Pappkarton, der zur Wahlurne umfunktioniert worden war. Auch hier wurden alle Listenkandidaten einstimmig abgesegnet. Auf Platz eins und zwei kandidiert Gleixner, auf drei und vier Jonas Röll. Wie der 24-Jährige erzählte, ist er stark bei Kolping engagiert sowie bei den Helfern vor Ort, er war Mitglied des Dietfurter Jugendparlaments und absolviert gerade in Kösching eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Röll fand es „furchtbar“, dass in Dietfurt der Jugend häufig das Mitspracherecht verweigert werde. Der Stadtrat – mit Ausnahme der Bürgermeisterin – habe dem Jugendparlament „ständig Prügel zwischen die Füße geworfen“. Röll will sich deshalb auch dafür einsetzen, dass „endlich“ auch die Jugend mitreden dürfe und nicht mehr die ältere Generation alles entscheide.

Die Töginger Diplom-Biologin Stefanie Weiß nimmt die Plätze fünf und sechs ein. Die Mutter von drei Kindern lebt seit 2013 hier und will sich für die Belange des Naturschutzes einsetzen. Sie meinte, dass es besser sei, sich zu engagieren, als „über die Politik zu meckern“. Achim Reusch, 53, lebt seit neun Jahren in Dietfurt. Der Qualitätsmanager bei einem Automobilzulieferer kandidiert auf den Listenplätzen sieben und acht. Neun und zehn gehören der Krankenschwester Franziska Amann, elf und zwölf dem Lehrer Raphael Weiß, Ehemann von Stefanie Weiß. Er will sich gegen Rassismus und Faschismus einsetzen und für den Umweltschutz. Es könne nicht sein, meinte er, dass wertvoller Trockenrasen vom Harvester platt gemacht werde.

Die Plätze 13 und 14 gingen an Jana Kerlin aus Töging. Sie ist gelernte Hebamme und Mutter von drei Kindern. Auf 15 und 16 folgt Karl Heinz Egert, der Ehemann von Gleixner. Als Projektleiter im Stahlbau werde er den Fokus auf bauliche Dinge legen, kündigte er an. Es könne nicht sein, dass der gleiche Stadtrat, der 70000 Euro für das ISEK-Gutachten ausgegeben habe, das auch der Belebung der Altstadt dienen soll, jetzt mit dem Neubau des Edeka-Markts dagegen sei. „Im Stadtrat gibt es nur Leute, die uns schlecht vertreten“, so Egert. Er vermisste eine eigene Dietfurt-Card, regte Mischgebiete für das Handwerk in den Dörfern an und störte sich an den Kosten für Bayrisch-China. In diesem Zusammenhang kritisierte eine Versammlungsteilnehmerin den „undifferenzierten Umgang“ der Stadt mit China, wo die Menschenrechte bekanntlich keinen großen Stellenwert hätten.

Auf Platz 17 steht der Name von Gabriele Behringer, Heilpraktikerin aus Eichlhof, auf Platz 18 folgt Robert Schels, gelernter Bürokaufmann und Projektmanager bei einem Dienstleister in der Automobilindustrie. Auf dem vorletzten Platz steht der Name von Anna Reischl. Sie ist die Mutter von Markus Reischl und Geschäftsführerin eines Getränkehandels in Dietfurt, und auf Platz 20 bewirbt sich Roman Kerlin, Freiberufler und Ehemann von Jana Kerlin, für ein Mandat im Stadtrat.

Fürs Pressefoto gab es zu guter Letzt einen Blumenstrauß für die Bürgermeisterkandidatin und je eine Fair-Trade-Rose für die Kandidaten.


Auszug Mittelbayerische (rath)

Mehr Offenheit und Transparenz

Die 57-jährige arbeitet freiberuflich als Psychologin, 22 Jahre Erfahrung in Kliniken prägen nach eigener Aussage ihren Berufsweg, als Hobby nennt sie Musik. „Ich habe zusammen mit meinem Mann eine nicht wenig erfolgreiche Band“, sagt Gleixner, die aus beruflichen Gründen nicht den Familiennamen ihres Mannes, Egert, angenommen hat. Mit ihm zusammen will sie versuchen, die Politik in Dietfurt offener und transparenter zu machen. „Ich rede ständig mit Menschen und bin gewohnt sie auch durch schwierige Prozesse zu begleiten und sie zusammenzubringen.“

Diese Kompetenz will sie in Dietfurt einbringen, weil die Stadt, seit sie vor zehn Jahren hierher gezogen ist, „nicht mehr schöner wird, sondern immer schrecklicher.“ Es würden Hallen einfach hingestellt, ohne über die Gestaltung nachzudenken. Als Beispiel nennt Gleixner die „unsägliche BayWa-Halle, gegen die sie gekämpft habe. „Ich hätte diese Halle nie dort hinhaben wollen, es hätte andere Möglichkeiten gegeben. Jetzt steht sie dort, ist architektonisch nicht sehr anspruchsvoll, von der Farbgestaltung.“ Dabei sei es aus ihrer Sicht durchaus machbar, diese schöner zu machen.

Einstimmiges Wahlergebnis

Gleixner: „Man muss nur wollen.“ Hart gekämpft hätte sie auch gegen den Edeka-Neubau. Die Tatsache, dass überhaupt ein Bürgerentscheid stattfand, wertet sie dabei als Erfolg, auch wenn sie gerne ein anderes Projekt an dieser Stelle verwirklicht hätte. „Wir hätten die Möglichkeit gehabt Dietfurt an dieser Stelle schöner zu machen.“ Gleixner schloss ihre Vorstellung mit einem Versprechen: „Ich werde keinen Frieden geben, bis dieser Ort wieder ein Bild bekommt, das ansprechend ist.“ Es gebe viele Menschen, die eine Veränderung wollen. Sie hoffe, dass diese auch bereit sind anders zu wählen als sie das bisher getan haben.



https://www.nordbayern.de/region/neumarkt/angeliki-gleixner-egert-tritt-fur-grune-in-dietfurt-an-1.9371725

Die 57-jährige Psycholgin hat mit Markus Reischl und Jonas Röll den Ortsverband Ende 2018 gegründet, mit einer Liste für Stadtrat und Kreisrat wollen die Dietfurter Grünen in den Kommunalwahlkampf ziehen.

Gleixner-Egert interessiert sich schon lange für Kommunalpolitik, sagt sie, sie habe sich vor längerer Zeit auch bei der Dietfurter CSU umgesehen. Ihr ist vor allem eine Verbindung von Wirtschaftlichkeit und Ökologie wichtig. Um das umzusetzen, suchte sie Gleichgesinnte, „die auch grün denken“. Gleixner-Egert möchte „frischen anderen Wind nach Dietfurt“ bringen und erst einmal „einen Stadtentwicklungsplan aufstellen, das fehlt bisher“. Darin soll die Zukunft Dietfurts skizziert werden, was Verkehr, was dezentrale Energieversorgung und Förderung der E-Mobilität angeht, das seien einige der Themen, die ihr auf den Nägeln brennen.

Außerdem ist Gleixner-Egert eine der Initiatoren des Bürgerbegehrens gegen den Neubau der Edeka. An dem Ort würde sie lieber Wohnungen für Alt und Jung errichten und das Gebäude ausbauen.

Angeliki Gleixner-Egert will bei der Bürgermeisterwahl antreten – Kritik an Leerständen in der Altstadt

Dietfurt (khr) Der neu gegründete Dietfurter Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen will bei der Bürgermeisterwahl im März 2020 und danach im Stadtrat mitmischen. Die Sprecherin und stellvertretende Bundesdelegierte Angeliki Gleixner-Egert sowie Kreisrat und Sprecher Markus Reischl aus Dietfurt berichten in einem Gespräch mit dem DONAUKURIER, was der Ortsverband erreichen möchte.

Allen voran wollen die Grünen die „unsäglichen Bauprojekte korrigieren und künftig zu verhindern wissen“, kündigt Gleixner-Egert mit Blick auf die alten und neuen Bauten der BayWa, die Flutmulde und die Juraleitung P53 an. Bei den bereits stehenden Bauten denkt sie an eine Begrünung des Geländes, um Dietfurt für Einheimische und Urlauber als schönen Ort im Altmühltal zu erhalten. „Wir stellen uns die Frage, ob die Umsetzung der vorhandenen Begrünungspläne für Industrie- und Firmengelände wie bei Netto oder Hanwha vergessen, vernachlässigt oder nie in Angriff genommen worden ist“, sagt Gleixner-Egert, die sich von einer „Politik der Ja-Sager“ klar distanziert.

Noch nicht umgesetzte, die Stadt Dietfurt einengende Bauprojekte sollten nach Meinung der Grünen-Sprecherin, die auch Mitglied der Dietfurter Bürgerinitiative gegen die Stromtrasse ist, vermieden werden. Hilfreich dabei sei der enge Kontakt zur Bundesebene, was durch den Besuch des Bundestagsabgeordneten Stefan Schmidt am Unsinnigen Donnerstag zum Ausdruck gebracht worden sei. Dietfurt noch bayrisch-chinesischer zu gestalten, zum Beispiel durch das Aufstellen eines chinesischen Tores auf einer der Verkehrsinseln am Kreisel oder durch die Anlage eines chinesischen Parks im Hochwassergebiet, seien gestalterische Ideen für eine noch schönere Stadt.

„Wir wollen die Parkplatz- und Verkehrssituation in der Innenstadt verbessern. Da haben wir schon erste Überlegungen angestellt und vorläufige Konzepte erarbeitet.“ Denkbar wären nach ihren Worten Belade-Parkplätze nach österreichischem Vorbild. „Das sind eigens ausgewiesene, markierte Parkplätze, die temporär nur für Einkäufe oder Anlieferungen, sprich für das Be- oder Entladen genutzt werden“, erklärt Gleixner-Egert. Auch Reischl möchte ein modernes und zukunftsorientiertes Verkehrskonzept für die gesamte Innenstadt durchsetzen.

Ein Thema, das dem Ortsverband unter den Nägeln brennt, ist die Bekämpfung der vielen ungenutzten Ladenflächen durch ein durchdachtes Leerstands-Management. So gelte es, die Vermieter offensiv durch Werbung und Sonderkonditionen zu unterstützen, festgefahrene Denkmuster aufzubrechen und kreative Ideen umzusetzen, wie dies schon andere Kommunen vormachen würden. Auch um die Ansiedlung von mehr Gastronomie wollen sich die Grünen bemühen. Ein Regional- oder Biomarkt sei nötig für eine lebendige Innenstadt, in der auch die älteren Bürger die Geschäfte fußläufig erreichen können.

„Unser Wunsch ist eine barrierefreie Innenstadt mit interessanten Einkaufsmöglichkeiten für Senioren“, meint Reischl. Zum sozialen Wohnungsbau gebe es Förderprogramme, die bislang von der Stadt Dietfurt nicht umfänglich genutzt worden seien. Den sozialen Wohnungsbau gerade für junge Familien zu fördern und städtische Gebäude in Wohnungen umzuwandeln, sei eine Pflichtaufgabe der Stadt, erklärt Gleixner-Egert.

Ein Herzensthema des Ortsverbands ist das Thema „Elektromobilität fördern“, ergänzt Reischl. „Das Bewusstsein der Menschen muss sich ändern. Die nötigen Ladesäulen für Elektromobilität haben wir ja bereits teilweise. Eine zentrale E-Ladesäule in der Innenstadt ist allerdings noch wünschenswert“. Als fahrradfreundliche Kommune in Erscheinung zu treten, bei öffentlichen Veranstaltungen oder bei der Schulverpflegung auch Bio- und regionale Produkte anzubieten, seien kleinere Projekte, die es zu bewerkstelligen gelte, so Reischl. Auch der Ausbau der öffentlichen Nahverkehrsanbindungen hin zu einem Rufbus für die stark nachgefragte Strecke zwischen Dietfurt und Beilngries in Kooperation mit dem Landkreis Eichstätt sei erstrebenswert, meint er. „Wir sollten die öffentlichen Nahverkehrsanbindungen unbedingt überprüfen, verbessern und bedarfsgerecht umwandeln“, erklärt der Grünen-Politiker. Der Ausbau der Radwege, wie etwa nach Hallenhausen, sei dem Ortsverband sehr wichtig. Denn gerade Senioren seien durch die Nutzung von Elektrofahrrädern länger mobil und sicher unterwegs.

Dietfurt zu einer Gemeinde mit unabhängiger, dezentraler Energieversorgung umzubauen, die mit Energie Geld verdient, das an die Bürger weitergegeben werden kann, wie es an anderen bayerischen Orten schon geschehe, steht ebenfalls auf der Agenda des Ortsverbands. „Ein Hauptanliegen von uns ist es, die Dörfer aktiver miteinzubinden, als das bislang der Fall ist und diese endlich einmal ernst zu nehmen“, unterstreicht Angeliki Gleixner-Egert.

Selbstverständlich möchte der Ortsverband zur Kommunalwahl eine Liste aufstellen, getreu dem Slogan „Wirtschaftlich, ökologisch arbeiten“. Zudem sei der Einzug in den Stadtrat das Ziel des Ortsverbands. Angeliki Gleixner-Egert möchte sich zudem als Bürgermeisterkandidatin aufstellen lassen. Warum die Grünen? „Wir brauchen eine Veränderung der Mehrheitsverhältnisse im Stadtrat, um in Dietfurt mit neuen aktiven und kreativen Ideen, eingefahrene Wege zu verlassen, wir brauchen nicht noch mehr Ja-Sager, sondern ein politisches Streitgespräch“, findet Gleixner-Egert.

Der neue Ortsverband fühlt sich gut vom gesamten Kreisverband unterstützt. Die Grünenfraktion im Landkreis Neumarkt sei stolz, dass in Dietfurt nun ein Ortsverband auf die Beine gestellt wurde und eine weitere grüne Insel geschaffen wurde. Gleixner-Egert betont, wie sehr sich der Ortsverband über Bürger freue, die aktiv mitgestalten möchten. Hierzu sei es nicht einmal erforderlich, in die Partei einzutreten. Wer an einer Mitarbeit interessiert ist, kann sich bei Angeliki Gleixner-Egert unter der Telefonnummer (0157) 76084538 oder Markus Reischl unter (0160) 4011547 melden.